Erfolgreich schwanger werden

Der Kinderwunsch ist da. Wenn man sich erstmal dazu entschlossen hat diesen großen Schritt zu gehen, ist man voller Vorfreude und kann es kaum erwarten bis man sein Wunder in den Armen halten kann. Wir malen uns die Welt aus, wie es sein wird – mit Baby und als Familie. Längst sind die Sorgen noch nicht da und man kann sich komplett auf die schöne Vorstellung konzentrieren. Eigentlich kann es dann nicht schnell genug gehen. Leider haben wir diese Rechnung meistens nicht mit unserem Körper vereinbart. Viele Paare probieren eine zeitlang – bei anderen dagegen passiert es recht schnell.

Mit diesen Tipps haben wir es geschafft, erfolgreich schwanger zu werden:

  • vermeide Stress und gehe mit möglichst wenig Druck an das Thema Kinderwunsch

  • achte auf deine Gesundheit und bewege dich regelmäßig

  • durch einen Eisprungkalender verpasst du keine fruchtbaren Tage

  • Folsäure kann bereits beim Kinderwunsch genommen werden

  • nicht rauchen und Alkohol trinken

Wir erzählen dir unsere Geschichten und zeigen dir wie unterschiedlich und verschieden der Kinderwunsch verlaufen kann. Denke stets immer daran, dass wir alle unsere eigenen Geschichten schreiben.

Nun zu unserer Geschichte: Wir hatten einen festen Plan. Meine Ausbildung war ein paar Jahre vorbei und ich stecke mitten im Berufsleben und in meinem Abendstudium. Ganz klar, währenddessen ein Kind bekommen war für mich nicht drin. Nach 8 Stunden Arbeit und 3 Stunden Uni war ich am Ende des Tages echt erledigt. Zudem waren mein Mann (damals waren wir noch nicht verheiratet) und ich noch gar nicht so lange zusammen, knapp 2 Jahre. Doch das wir irgendwann eine Familie gründen möchten wussten wir fest, irgendwann nach meinem Studium und ein paar weitere Berufsjahre.

Doch wie so oft im Leben, macht man Pläne um sie über Bord zu werfen. Ich glaube das ist manchmal auch gut so. Es kam alles anders. In meinem damaligen Beruf war ich nicht mehr so glücklich. Personalmangel, fehlende Wertschätzung, viel Arbeit für dann doch zu wenig Entlohnung, alles Dinge die nicht dazu beitragen motiviert und zufrieden zur Arbeit zu gehen. Alles auch Dinge die zum Umdenken anregen. Möchte ich so den Rest meines Lebens verbringen? Ist es das was ich mir wünsche? Schnell war die Antwort da: NEIN. Zudem haben mein Mann und ich 17 Jahre Altersunterschied, also jünger wird er auch nicht.

Wieso dann also an den Plänen festhalten und nicht einfach mal wagen.  Der ursprüngliche Plan muss ja nicht der Ultimative sein. Und so haben mein Mann und ich dann einfach mal gewagt und uns entschlossen eine Familie zu gründen.

Zur Verhütung hatte ich lange Zeit eine Kupferspirale und kurzzeitig das Hormonstäbchen, weswegen ich lange keine Periode hatte und demnach mein Zyklus nicht kannte. Deswegen hatte ich mir zur Beginn ein Ovulationstest geholt und dachte, ich teste das mal 1-2 Monate um überhaupt meinen Zyklus zu erkennen. Die erste fruchtbare Zeit haben mein Mann und ich natürlich mitgenommen und paar Wochen später durfte ich schon die erfreuliche Nachricht erfahren. Direkt beim ersten Übungszyklus hat es bei uns geklappt. (Carina)

Meine persönlichen Geschichte lief leider nicht so reibungslos wie bei Carina.

Bei mir und meinem Mann herrschte schon länger ein Kinderwunsch, jedoch immer nur in unseren Köpfen. Mit Familie und Freunden haben wir nie wirklich drüber gesprochen. Wir wollten es ganz persönlich lassen und den richtigen Moment und die perfekte Zeit abwarten. Doch was bedeutet schon DER richtige Zeitpunkt!? Irgendwie hatten wir beide nie das Gefühl das dieser Zeitpunkt jemals kommen wird = Ausbildung fertig, Geld verdienen, eigene Wohnung! Es gab immer einen weiteren Punkt der erst abgearbeitet werden wollte. Jeder von uns hatte eine andere Vorstellung wann es passen könnte.

Doch eigentlich ist es doch so leicht. Wenn zwei Menschen sich lieben und bereit sind diese Liebe weiterzugeben, dann muss man nicht länger auf den richtigen Zeitpunkt warten. Er ist schon längst da! Dies wurde uns dann durch den Verlust einen wichtigen Menschen ganz bewusst klar. Das Leben ist zu kurz um zu warten!

Wir wollen ein Baby!  

Wow, das ist schnell gesagt doch der Weg dahin hat sich bei uns schwieriger gestaltet. Wirklich schwanger zu werden und ein Baby zu bekommen hat bei uns etwas länger gedauert. Es wollte einfach nicht klappen. Wir haben es knapp 10 Monate probiert und langsam wurde ich nervös. Durch familiäre Vorbelastungen bekam ich Angst:  Was ist wenn ich keine Kinder bekommen kann? Was ist wenn mein Mann zeugungsunfähig ist? All diese Fragen wirrten in meinem Kopf und ich bekam einfach keine Ruhe. Wir beschlossen uns für eine medizinische Untersuchung – ein Spermiogramm. Medizinisch gesehen ein einfaches Unterfangen, welches zur Beurteilung der Zeugungsfähigkeit des Mannes dient. Ich kann dir eins sagen, mein Mann war so nervös das ich kaum glaubte das er es überhaupt durchziehen würde. Er erzählt dir kurz selbst wie es für ihn war.

“Anna und ich sind zusammen in die Kinderwunschkink nach Dortmund gefahren, dort angekommen fühlte ich mich beobachtet und dachte jeder würde jetzt wissen das ich gleich masturbieren gehe. Kein angenehmes Gefühl und wie soll ich dann noch entspannt bleiben? In einem kleinen sterilen Raum, mit einer Ledercouch und einem TV mit Schmuddelfilmen und Pornoheften durfte ich dann mein Sperma in einen Becher füllen. Jegliches Klischee welches ich hatte wurde zu 100% erfüllt. Doch die Arzthelferinnen waren super kompetent und keinesfalls schaute mich wirklich jemand komisch an. Es wirkte für Außenstehende wie ein ganz normaler Arztbesuch!” (Patrick)

Wir bekamen das Ergebnis der Untersuchung und es stellte sich heraus das es keinerlei Auffälligkeiten gab. Also lag es nicht an meinem Mann, aber womöglich an mir? Mein innerer Druck wurde stetig höher und ich bekam mehr und mehr Angst. Wir versuchten die negativen Gefühle auszublenden. Abstand von dem innerlichen Druck zu nehmen und buchten einen Urlaub. Abschalten, neue Energie tanken, atmen können – das brauchten wir beide. Gleichzeitig vereinbarten wir allerdings auch einen weiteren Termin in der Kinderwunschklinik für mich, um einmal zu besprechen, welche Schritte möglich wären.

Der Urlaub kam und wir flogen nach Spanien. Wir haben diesen Urlaub so sehr genossen und uns Zeit als Paar genommen. Und ganz leise und unbewusst, sind wir zu dritt nach Hause geflogen. (Anna)

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