Der richtige Umgang mit Diabetes in der Schwangerschaft

Hallo du,

wusstest du das Schwangerschaftsdiabetes, häufig auch Gestationsdiabetes genannt wird und mit eine der am häufigsten Begleiterscheinungen in der Schwangerschaft ist? Doch irgendwie habe ich leider den Eindruck das es immer noch sehr verschwiegen ist, sei es aus Unwissenheit oder Scharm.

Ich mag dir einen kurzen kleinen Einblick von meinem Schwangerschaftsdiabetes geben.

Schwangerschaftsdiabetes zeichnet sich nicht so deutlich ab und es gibt zu Beginn nicht die typischen Symptome wie bei einer „normalen Diabetes“, wie anhaltender Durst, Müdigkeit und Schwäche… Sondern es beginnt sich ganz unbewusst zu entwickeln und wird häufig erst durch die Schwangerschaftsvorsorge bei einem Gynäkologen festgestellt.

Die Untersuchungen sind meistens in der 24-28 Schwangerschaftswoche. Dies wird in den meisten Fällen mit einer oralen Glukosetoleranztest gemacht. Man bekommt einen kleinen sehr süßen „Drink“ und nach wenigen Stunden wird einem Blut entnommen und der Zuckerwert getestet.

Da es bei mir sehr eindeutige Werte waren musste ich gar nicht erst einen zweiten Test, meist in der 32 Ssw. durchführen lassen. Ich fühlte mich erst einmal wie erschlagen und hatte Angst. Ich traute mich sogar überhaupt nichts mehr zu essen und hatte unglaubliche Sorge meinem ungeborenen Sohn schaden zukönnen. Doch zum Glück bekommt man von einem Diabetologen gezielte Schulungen um sich auf das kommende vorzubereiten.  Man lernt was man essen kann – was gute oder schlechte Kohlenhydrate sind und allgemein wie man die Schwangerschaftsdiabetes in den Griff bekommt. Mir wurden dadurch viele meiner Ängste genommen! Meine Zuckerwerte waren auch immer im guten Normbereich, sodass ich anfangs mit einer guten und gesunden Ernährung meine Werte im Griff hatte. Dies änderte sich leider in der 30 Schwangerschaftswoche, ich konnte essen was und soviel oder so wenig ich wollte, nichts hatte mehr geholfen.

Ich wurde somit auf Insulin eingestellt und musste mir dieses zur Nacht (Langzeitinsulin) und zum Mittag und Abendessen spritzen. Die meiste Zeit waren die Werte gut, doch zwischenzeitlich drifteten diese stark ab das ich immer mit einer Unterzuckerung zu kämpfen hatte. Es bedarf immer einer stetigen Kontrolle mit Hilfe eines Arztes. Die eine Woche kann sich positiv auslegen und in der kommenden können die Blutwerte schon wieder ganz schlecht sein.

Trau dich also offen mit deinem Arzt zu reden. Schäme dich nicht für schlechte Werte und lass dir keine Schuld zu sprechen. Du gibst dein Bestes und mit Hilfe eines Arztes wird dir geholfen und du kannst deine Schwangerschaft weiterhin genießen und dich auf dein Kind freuen.

Du findest deinen eigenen Weg, fühl dich gedrückt.

(Anna)

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